Staatskunde-Exkursion ins Bundeshaus vom 10. März 2026
Der Kantonsschule Beromünster ist die politische Bildung ein Anliegen. Neben dem interdisziplinären Fach «Zukunftswerkstatt», dem regelmässigen Training der politischen Debatte (u.a. für Wettbewerbe wie «Schweizer Jugend debattiert»), gehört auch die Staatskunde-Exkursion ins Bundeshaus zu den tragenden Säulen der politischen Bildung.
Die 58 Maturandinnen und Maturanden konnten sowohl die Arbeit der Stände- als auch der Nationalräte von der Zuschauertribüne aus verfolgen. Im Ständerat wurde den Zuschauenden an diesem Morgen Effekt und Funktionsweise parlamentarischer Motionen vor Augen geführt. Eine ganze Reihe von Motionen zur Armee und zur Sicherheitspolitik – teils von einzelnen Parlamentariern oder von Kommissionen – standen zur Diskussion und Abstimmung. Im Nationalrat wurde die Debatte zur gemeinnützigen Wohnbauförderung vor leeren Bänken geführt. Die sich daran anschliessende Diskussion mit Priska Wismer (LU, Die Mitte), Vroni Thalmann (LU, SVP) und Andrea Gmür (LU, Die Mitte) klärte Fragen zur unterschiedlichen Arbeitsweise der beiden Räte, zu den leeren Bänken im Nationalrat, zur Arbeitsbelastung der Parlamentarierinnen oder auch zu deren Entschädigung. Ein Rundgang zur Kuppelhalle schloss den Besuch im Bundeshaus ab. Der Rundgang führte den Schülerinnen und Schülern die architektonischen Besonderheiten des Parlamentsgebäudes von 1902 vor Augen. Zum Beispiel, dass sich die gut sichtbare Kuppel weder über dem Nationalratssaal oder dem Ständeratssaal erhebt, sondern über dem Bereich dazwischen, der dem Volk gewidmet ist, weil das Volk in einer Demokratie ganz einfach «das Höchste» ist. Kr.