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Kantonsschule Beromünster

Das Kantitheater Beromünster reist in die Antike

„Meldungen stürzen die Welt nie um. Das tun die Tatsachen, die wir nun einmal nicht ändern können, da sie schon geschehen sind, wenn die Meldungen eintreffen“. (Romulus der Grosse)

Wir schreiben das Jahr 476 nach Christus – das letzte Jahr des Grossen Römischen Reiches. Die Germanen, angeführt von Odoaker, stehen vor den Toren, das Imperium droht zu zerfallen. Alle Hoffnung ruht auf Kaiser Romulus.

So weit die historischen Fakten. Was Friedrich Dürrenmatt daraus macht, ist jedoch alles andere als ein klassisches Historienstück: In der Komödie «Romulus der Grosse» steht ein Kaiser (gespielt von Viola Lustenberger) im Mittelpunkt, der sich kaum für Politik interessiert – sondern vor allem für seine Hühner, benannt nach berühmten Herrschern. So sind es denn auch unter anderem die zahlreichen Gespräche über das Eierlegen, die die Zuschauer zum Lachen gebracht haben.

Minister, der Kaiser von Ostrom sowie seine eigene Familie versuchen vergeblich, Romulus zum Handeln zu bewegen. Weder ein Angebot des Hosenfabrikanten Cäsar Rupf (gespielt von Cedric Auernhammer), das Römische Reich zu retten, noch der nach germanischer Gefangennschaft wieder zurückgekehrte Verlobte seiner Tochter Rea (gespielt von Lea Schuler), Ämilian (gespielt von Henri Klumpers) können den Kaiser umstimmen.

Ob man unbedingt handeln muss, nur weil es die Normen, die anderen oder die eigenen Erwartungen von einem verlangen, dieser Frage stellt sich Dürrenmatt in seinem Stück. Und seine Antwort, überbracht durch den Kaiser höchstpersönlich, ist deutlich: Nein, das müssen wir nicht.

Die Theatergruppe der KSB brachte im Schuljahr 25/26 dieses humorvolle und zugleich nachdenkliche Stück Anfang März unter der Leitung von Laetitia Kiener und Luzia Schäfer auf die Bühne. In weiteren Rollen zu sehen waren Eleny Brügger, Sophia Hausheer, Anouk Hess, Antonela Majic, Carla Nauer, Louisa Nauer, Sophia Stemmet, Lara Willimann und Leonie Zeier. Die Theatergruppe bedankt sich ausserdem bei Daniel Koci für die Betreuung der Technik und Amelie Schmidinger für die Gestaltung des Theaterplakats.