Es war also ein sehr laaanger Weg. Die Beschäftigung mit diesem Weg zeigte den Schülerinnen und Schülern des EF Geschichte mindestens dreierlei: Erstens trieb die Frauenfeindlichkeit («Mysogenie») noch in der Schweiz um 1900 seltsame und entsetzliche Blüten – bspw. wurde Frauen, die sich nicht unterordnen wollten, als «Therapie» die Gebärmutter entfernt. Zweitens fällt auf, dass einige der ältesten Forderungen der Frauenbewegung noch immer nicht erfüllt sind. Denn eine der ältesten Forderungen war nicht die nach politischer Teilhabe, sondern diejenige nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit. Drittens ist die Aufgabe, Gerechtigkeit für alle Menschen in einem umfassenden Sinn zu garantieren eine unendliche Aufgabe, die von jeder Generation wieder neu zu leisten ist. Unsere Demokratie bietet uns dafür alle Möglichkeiten: Nutzen wir sie!