Sommeranlass an der KSB - ein Paradoxon?
Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu – und die KSB öffnete ein letztes Mal ihre Türen für ein breiteres Publikum. Ehemalige, Lernende, Eltern, Lehrpersonen und viele weitere Gäste versammelten sich am Mittwochabend in der Aula zum inzwischen weithin bekannten Sommeranlass. In diesem Jahr wurde dieser von den Fachschaften Physik und Mathematik gestaltet.
Schon vor Beginn lag Spannung in der Luft: Männer in weissen Laborkitteln huschten über die Bühne und brachten die letzten wissenschaftlich anmutenden Requisiten in Position. Begrüsst wurde das Publikum von Cedric Auernhammer
Im Zentrum standen Paradoxa aus Mathematik und Physik, die das Publikum immer wieder zum Staunen brachten. So zeigte etwa das hydrodynamische Paradoxon, dass sich zwei aufgehängte Platten annähern, wenn man von oben mit einem Laubbläser Luft dazwischen bläst. Ebenso überraschend war die Erkenntnis, dass in einer Gruppe von nur 23 Personen die Wahrscheinlichkeit bei rund 50 Prozent liegt, dass zwei am gleichen Tag Geburtstag haben. Ein besonderer mathematischer Höhepunkt waren – paradoxerweise – zwei Ziegen: Beim bekannten Ziegenproblem wählt man zunächst eine von drei Türen, hinter denen sich entweder eine Ziege oder ein Auto verbirgt. Nachdem eine Tür mit einer Ziege geöffnet wird, stellt sich die entscheidende Frage: Bleibt man bei seiner ursprünglichen Wahl oder wechselt man? Die einzelnen Paradoxa wurden jeweils von Lehrpersonen verständlich erläutert und eingeordnet. Musikalisch umrahmt wurde der Abend durch Illza Tairi mit „Love in the Dark“, Luisa Kesselring mit „Hold the Line“ sowie die Band unter der Leitung von Peter Gossweiler mit „Nothing Compares to You“.
Ein weiterer Höhepunkt war die Preisverleihung durch Oliver Kuhn, Präsident des Ehemaligenvereins der KSB. Insgesamt wurden 1000 CHF an drei Gruppen vergeben: Anna Ineichen für ihre herausragenden Leistungen bei der Europäischen Physikolympiade und dem Informatik-Biber, Nils Rüst für die volle Punktzahl beim Mathe-Känguru sowie Kerstin Bucher, David Eichenberger, Tobias Kümin und Silvia Reist für die Organisation und Durchführung des ersten Tech-Day an der KSB.
Ganz ohne Paradoxon wird uns dieser abwechslungsreiche Abend in bester Erinnerung bleiben.